Günter Netzer wird zum Helden

Mar 08

Der Name Günter Netzer ist wohl jedem Deutschen, der sich auch nur ansatzweise für Fußball interessiert, ein Begriff. Zuletzt bildete er über mehrere Jahre, zusammen mit seiner Hassliebe Gerhard Delling, ein kongeniales Kommentatorenduo, dass selbst über die schweren Jahre des deutschen Fußballs mit seinem Charme und seinem heiteren Sarkasmus hinweg tröstete. Während seiner aktiven Laufbahn zählte er auf seiner Position im zentralen Mittelfeld zu den besten Spielern der Welt und stand bei Vereinen mit überaus klangvollen Namen, wie beispielsweise Real Madrid, unter Vertrag.

Anfang der Siebziger Jahre spielte er jedoch noch für den, nicht ganz so klangvollen Verein Borussia Mönchengladbach, dem Verein, bei dem er groß geworden war und seine Weltkarriere begann. Und genau dort ereignete es sich auch, dass der Spieler Netzer ganz plötzlich zum Spielertrainer aufstieg.

Es war das Jahr 1973 und Gladbach stand im DFB Pokalfinale gegen Köln. Netzer wurde vom damaligen Coach der Gladbacher kurzerhand auf die Bank verfrachtet, was ihm so gar nicht gefallen wollte. In der Halbzeit sollte Netzer dann eingewechselt werden, doch er weigerte sich zunächst. Kurz vor Beginn der Verlängerung verletzte sich jedoch ein Spieler der Gladbacher. Netzer, dessen Wechsel zu Madrid bereits feststand, entschloss sich kurzerhand zu einer Selbsteinwechselung, ohne aber vorher die Erlaubnis des damaligen Trainers einzuholen.

Was dann geschah, machte den Fußballer und die Person Netzers unsterblich. Mit seiner ersten Ballberührung wuchtete er den Ball ins Tor und sicherte seiner Mannschaft den Pokalsieg und sich einen festen Platz in den ohnehin schon prall gefüllten Geschichtsbüchern des beliebtesten Sports der Welt.

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