Patrick Helmes: Von der Ausmusterung zum Stammspieler

Apr 25

Vor wenigen Jahren galt Patrick Helmes noch als eines der großen deutschen Stürmertalente. Doch bei Bayer Leverkusen konnte er sich zum Schluss nicht mehr durchsetzen. Zum Problem wurde dabei vor allem, dass Helmes in vielen Spielen nicht die Laufbereitschaft zeigte, die im modernen Fußball gefragt ist. Helmes wechselte zum VfL Wolfsburg und musste schnell feststellen, dass sich nach einer guten Anfangsphase keine grundlegende Besserung einstellte. Es wurde sogar noch schlimmer als in Leverkusen, denn Trainer Felix Magath musterte Patrick Helmes aus und schickte ihn zu den Amateuren.

Die Befreiung aus dem Karrieretief

Wenn ein Fußballprofi von seinem Trainer gesagt bekommt, dass er keine Chance auf eine Kadernominierung hat, ist das ein großes Problem. Helmes wollte deswegen zu einem anderen Verein wechseln. Doch ein Transfer zu Eintracht Frankfurt konnte nicht realisiert werden, weil das Angebot der Hessen finanziell für den VfL Wolfsburg nicht attraktiv genug war. Somit sah alles danach aus, dass Helmes zu einem gute bezahlten Tribünenbesucher werden würde. Doch der ehemalige Nationalspieler hatte die Rechnung ohne Felix Magath gemacht. So plötzlich wie Helmes aus dem Kader geflogen war, so schnell wurde er schließlich auch wieder in die erste Elf berufen.

Glückliches Ende mit dauerhafter Wirkung?

In der Rückrunde hat sich Helmes einen Stammplatz im Sturm erobert. Mit seinen Toren hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass der VfL Wolfsburg wieder vom internationalen Geschäft träumen darf. Ob Helmes aber über die Saison hinaus in Wolfsburg bleibt, ist noch nicht klar. Er hat zwar einen Vertrag für die kommende Saison, aber das zwischenmenschliche Verhältnis zum Trainer hat zweifellos gelitten. Der Umgang mit Menschen war zwar noch nie eine Stärke des Trainers Felix Magath, doch der Fall Helmes ist sogar für Magath eine „besondere“ Leistung. Patrick Helmes hat jedenfalls gezeigt, dass er sich durchbeißen kann.

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