Ultra und Fußballer in einer Person: Kevin Großkreutz

Mar 24

Kevin Großkreutz war als Stammspieler bei Borussia Dortmund maßgeblich an den jüngsten Erfolgen beteiligt. Bei den Fans ist er aufgrund seiner leidenschaftlichen Spielweise ungeheuer beliebt. Doch nicht nur das macht ihn zu einem besonderen Fußballer. Bevor Kevin Großkreutz seine große Karriere startete,  stand er auf der Südtribüne des Westfalenstadions inmitten der Ultras und feierte seinen Lieblingsclub Borussia Dortmund. Das hat bis heute Folgen, sowohl für Großkreutz als auch für seine Gegenspieler.

Im Halbfinale der Pokalrunde 2011/12 konnte Dortmund sich gegen den Zweitligisten Greuther Fürth durchsetzen. Bei den Fürthern stand der Ex-Schalker Gerald Asamoah auf dem Platz und Großkreutz ließ es sich nicht nehmen, den Ex-Nationalspieler nach dem Spiel zu provozieren. Für einen normalen Fußballprofi wäre Asamoah einfach nur ein Kollege gewesen, doch Großkreutz erblickte einen Schalker. Dieses extreme Verhalten passt nicht zu einem Profifußballer, der ja auch ein Vorbild für die Jugend sein soll. Für einen Ultra war die Aktion allerdings nicht nur verständlich, sondern unbedingt begrüßenswert. Dennoch bleiben beim neutralen Beobachter gemischte Gefühle.

Den ultimativen Fan-Traum leben

Jeder Fan hat einmal davon geträumt oder träumt noch immer davon, selbst auf dem Platz zu stehen. Kevin Großkreutz hat das Glück, diesen Traum leben zu können. Dabei schlägt er manchmal über die Strenge, aber die Dortmunder Fans verehren Kevin Großkreutz auch dafür. Charakterlich ist Großkreutz ohnehin einwandfrei und als Identifikationsfigur für die Fans müsste er eigentlich einen Bonus bezahlt bekommen. Welcher Fußballer kann schon von sich behaupten, dass er gleichzeitig Profi, Ultra und Maskottchen in seinem Verein ist. Die Bundesliga kann sich freuen, dass sie einen Spieler wie Kevin Großkreutz hat.

One comment

  1. Ich sehe das mit gemischten gefühlen. Kevin ist ein super Fußballer und lebt seinen Traum, aber wenn man Profi ist muss man meiner Meinung nach ein Stück seiner Tribünenvergangenheit ablegen und wirklich Profi sein.

    Provokationen gegen andere Spieler gehören sich meiner Ansicht nach nicht im Profil Fußball. Ein gewisser gegenseitiger Respekt sollte auch zwischen Dortmund und Schalke vorhanden sein.

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